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Mein Bush-Camp Abenteuer 2007
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Mein Bush-Camp Abenteuer 2007



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Big Cats Diary
Mein Mara Bush-Camp-Abenteuer 2007

15.- 02.11.2007


15.10.: fliege mit British Airways. Muss am Check-In-Schalter aus 2 Handgepäckstücken eines machen. Wie stellen die sich das vor? Ich packe doch nicht meine Kameraausrüstung in den Koffer. Bin ich verrückt???

Stecke meine Geldbörse, sämtliche Papiere in meine Jeanstaschen (sehe jetzt aus,als ob ich einen Elefantenhintern habe) und den Rest in den Metallkoffer zu den Fotosachen. Die große Handtasche wird in den Koffer gequetscht.

Langer Weg in London von Gate 1 zu Gate 4. Ich beeile mich, habe nur 30 Minuten Zeit bis geschlossen wird. Merke, wie ungesund das rauchen ist, bin am schnaufen wie ein Nilpferd.
Habe mich umsonst abgehetzt. London hat keine Sommerzeit, hätte also 1 1/2 Std. Zeit gehabt. Naja, Frühsport soll gesund sein.

Seit heute früh um 3 h habe ich nicht mehr geschlafen, im Flugzeug auch nicht und komme dementsprechend kaputt in Nairobi an.
Die Heckklappe vom Wagen geht nicht zu, einige Flughafenangestellte versuchen mit Werkzeug, es zu reparieren. Schön, so kann ich nach über 20 Stunden endlich ne Zigi rauchen. Tür will nicht schließen... Also ein Seil her und das ganze zugebunden. Muss ausreichen, bis wir im Fair-View Hotel im Zentrum sind. Koffer bleiben im Auto, nehme nur Zahnputz- und Waschsachen mit.

16.10.: Besuche noch schnell Gaby von Sunworld im Office, dann den üblichen Weg zum Supermarkt, Zigaretten und das übliche dort einkaufen und endlich geht es los in meine geliebte Masai-Mara.
Halten auf dem ersten Berg an, ich atme auf – kann die gesamte Mara schon sehen, rieche förmlich die Luft. Ist zwar Einbildung, da laufend stinkende Lastwagen vorbeifahren – aber immerhin, ich sehe, wo ich in den nächsten 4 Stunden (oder länger?) sein werde.

Unterwegs kommt uns eine Fahrzeugkolonne entgegen, mitten drin Präsident Kibaki, der Wahlpropaganda in Narok hinter sich hat (selbstverständlich alle mit Mercedes – der hat ja auch genügend Geld). Jetzt merkt Herr Kibaki mal am eigenen Körper, wie säuisch der Weg von Nairobi in die Mara und zurück ist. Hoffe, er wurde richtig durchgeschüttelt und merkt jeden einzelnen Knochen.

Stellenweise ist die Straße repariert, aber es wird noch lange dauern, bis sie fertig ist. So dünn, wie der Teer aufgetragen wird, dauert es keine 2 Jahre und der Weg ist wie vorher...

Machen Rast in der Mara, haben von Sunworld leckeres Lunchpaket mitbekommen. Ein junger Maasai mit seiner Ziegenherde leistet uns Gesellschaft. Er spricht nur „Ma“, geht aber 3 Jahre zur Schule und lernt Suaheli.

Sehen mitten in der Savanne eine sehr alte Elefantenmama (ca. 60 Jahre alt, keine Stoßzähne mehr) ,mit einem Baby. Hoffentlich lebt sie noch so lange, bis ihr Kind alleine im Leben klar kommt und keine Muttermilch mehr braucht.
Kommen gegen Abend im Mara Bush-Camp an. Viel Personal vom letzten Jahr, was mich freudig begrüßt. Der Camp-Manager Ole Sitima soll ein Maasai sein – ich kann es nicht glauben. Er ist, vorsichtig ausgedrückt, nicht gerade schlank. So sieht also ein Maasai aus, wenn er „normale Nahrung“ zu sich nimmt und gerne Süßes nascht.

Die Zelte sind toll, liebevoll eingerichtet und geräumig.
Erfahre, dass ein natürlicher Schutzwall um das Camp gelegt wurde. Aus verdorrten Büschen und Zweigen, so das kein Hippo oder Löwe mehr rein kann. Wie ich erfahre, war wohl kurz vor meiner Ankunft doch ein Löwe in der Nähe des Küchenzeltes. Auch ein Elefant hat sich nicht abschrecken lassen.

Gerade auf nächtlichen Besuch in Form von Hippos, Löwen, Hyänen hatte ich mich gefreut. Aber natürlich geht die Sicherheit der Menschen vor. Letztes Jahr waren Askaris vom Militär dort und Kinder/Jugendliche durften nicht dort übernachten. Es war ja oft genug eine gefährliche Situation gewesen (sh. mein Bericht vom letzten Jahr).

17.10.: Bin bereits um 4.30 h (in Deutschland wäre es 2.30 in der Nacht) vom brüllen eines Löwen in der Nähe geweckt worden. Setze mich vor das Zelt und starre in den Sternenhimmel. Die Hippos überhöre ich, die sind immer und ewig am grunzen. Eine halbe Stunde später höre ich Hyänen – ein Zeichen, dass die Löwen ihre Beute fressen und die Hyänen warten drauf, etwas ab zu bekommen.

Sehen heute morgen ein Löwenjunges mit einem blinden Auge. Glücklicherweise lebt es mit seiner Mama in einer relativ großen Löwengruppe, so das es nicht selber später auf Beutejagd gehen muss.

Erfahre, dass einer der 3 Cheetah-Brüder eine schlimme Halswunde hatte und von Tierärzten aus Tansania und Mombasa behandelt wurde. Hoffe, sie irgendwann zu sichten. Leider streusseln die drei oft kilometerweit umher. Sie durchwandern am Tag ca. 10 Kilometer.
Die Kinder von Gepardin Kike (3 Boys, 1 Girl) sind schon lange nicht mehr gesichtet worden. Vermute, sie sind mal wieder außerhalb des Parks.

Wow, wir sehen einen bildschönen jungen Leoparden, ca. 2 Jahre alt, männlich. Ich bin total aus dem Häuschen, mein Herz klopft vor Freude. Leoparden sichten, das ist wie 6 Richtige im Lotto.
Kein anderes Fahrzeug in der Nähe und wir können ihn auf seinem Weg begleiten. Er läuft über den kleinen Seitenarm des Olorore-Rivers über Steine zu einem Felsen, markiert dort, flehmt, wäscht sich und gähnt uns an.
Dann kommt er auf unsere Seite, legt sich malerisch ins Gras und läßt sich bestaunen. Wahnsinn!!! Ich gebe ihm den Namen „Peter“, weil mein Safari-Guide so heißt und 3 andere Männer im Camp auch.

Was habe ich für ein Glück. Kaum im Talek-Gebiet der Masai-Mara und ein Leopard so nah beim Auto. Wenn er im Gebiet der Serena- oder Keekerok-Lodge wäre, würden schon wieder 15-20 Autos drum rum stehen.

Halten uns über 2 Stunden bei „Peter“ auf. Ich kann mich nicht los reißen. Er hat richtig liebe Augen. Wenn man ihn so ansieht, kann man nicht glauben, wie gefährlich Leoparde sind. Mache Fotos wie ne Irre. Habe mir ein
externes Speichergerät gekauft, wo 30 GB Platz haben. Also lieber mehr Fotos, als zu wenig...

18.10.: Wir sind kaum aus dem Camp raus, begegnen uns 3 Löwenbrüder, im Gefolge 4 junge Löwenmädchen. Mmh... kann nur eines bedeuten: Gruppensex?

Die Girls wollen Sex, machen die Männchen an, strecken ihnen ihr Hinterteil entgegen. Die Kater knurren, haben keine Lust, sind erschöpft.
Halten an, Motor aus und warten... Keine 10 Minuten später geht es los. Auf Deutsch: „ran, rauf, runter“. Kater springt auf Katze, runter von Katze, Katze faucht, schlägt nach ihm, rollt sich im Gras.

Sehen eine Gepardin (kenne sie nicht, muss aus einem anderen Gebiet hergekommen sein). Sie ist sehr mager, eingefallen, furchtbar schmales Gesicht. Sie hat 2 Kitten, ca. 7-8 Monate alt. Die beiden Spielen und toben durch die Gegend.

Überall sind derzeit Topis mit neugeborenem Nachwuchs. Ist alles verkehrt in diesem Jahr. Topis bekommen sonst ihre Kinder in Tansania. Auch Gnus gibt es sehr wenige dieses Jahr in der Mara.

Finde beim Frühstück unter Baum Zähne von einem Gepardkind. Könnte heulen, reiße mich aber zusammen.

Eine riesige Elefanten- und Giraffenherde mit vielen Jungtieren sehen wir heute noch.
Außerhalb des Parks sind überall Brände. Der Dorfälteste Maasai legt sie gezielt, damit das junge kommende Gras Platz hat.

19.10.: Es ist 6.15 h und wir sehen in der Nähe des Airstrips (5 Minuten vom Camp entfernt) viele Hyänen mit einem Jungtier. In der Morgensonne warten wir, bis das Licht sie rötlich färbt.
Was ist los? Kaum fahren wir weiter sehen wir die drei Löwenbrüder beim Deckakt. Ich weiß gar nicht, welches Pärchen ich als erstes fotografieren soll. Peter, der für mich filmt, lacht sich kaputt. Er schwenkt die Filmkamera von einem zum anderen.
Über zu wenig Löwen brauchen sich die Gäste dieser Gegend im nächsten Jahr jedenfalls keine Sorgen zu machen. Das andere große Löwenrudel lebt ja auch noch hier in dem Gebiet.

Packen unseren Tisch, Stühle, Essen usw. aus, um Rast in der Nähe der Serena-Lodge zu machen... Ja – Picknick im Busch wird immer exclusiver! Sunworld war der Meinung, meine kaputten Knochen vertragen das Sitzen im Gras nicht mehr. Danke, Sunworld.... ist ideal für mich.

Picknick geht nicht – müssen ins Auto. Warum??? Weil aus dem Gebüsch geradewegs ein schwarzes Nashorn auf uns zu kommt.
Wir warten im Auto, bis es sich entfernt und in dem Buschwald verschwindet.

Am Mara-River hat sich eine große Gnuherde versammelt. Ca. 1.500 Tiere. Werden mal warten, vielleicht sehen wir ein Crossing.
3 weitere Autos mit Profifotografen warten ebenfalls. Es ist noch nicht ersichtlich, welchen Übergang die Gnus nehmen wollen. Stehen zwei zur Auswahl.
Die Sonne knallt mir auf die Haut, mir ist langweilig, kein Tier bewegt sich.
Doch – jetzt kommt Bewegung in die Gruppe. Ich glaub, ich spinne: die drehen sich alle um und gehen zurück in die Mara, anstatt über den Fluss zu gehen.
Sehen später, dass dort viele Krokodile waren.

Wollen langsam zum Camp zurückfahren. Peter guckt durch sein Fernglas. Hat er einen Geparden gesichtet? Er fährt abrupt quer durch das hohe Gras und hält an. Ein ganz junger Leopard, ca. 7 Monate alt, liegt dort. Keine Mama weit und breit.
Er will sich aufstellen, knickt ein, schmerzerfüllte, ängstliche Augen gucken uns an. Die Pupillen sind schwarz wie die Nacht, ein Zeichen von großem Schmerz und Angst.
Ich fange zu heulen an. Sieht aus, als ob er sich ein Bein gebrochen hat. Das ist sein Todesurteil... Ein Foto mache ich und bete, dass der kleine Kerl Erlösung findet. Seine Augen ... es ist unbeschreiblich, welche Empfindungen sich darin wieder spiegeln.
Peter telefoniert. Ein Ranger kommt, bewacht den kleinen, verletzten Leoparden.
Peter ruft bei Daphne Sheldrick in Nairobi an (Elefantenwaisenhaus) - die Ranger haben kein Telefon, sie ruft zurück und lässt sich den Platz beschreiben, wo der kleine Leopard liegt.
Peter sagt irgendwas vom Tümpel mit grünen Algen, diesem und jenem Baum usw.
Ein Tierarzt kommt gegen 16 h aus Nairobi angeflogen, der Leopard wird narkotisiert und in eine Klinik gebracht, wo die Ärzte Erfahrung mit Raubkat

Anlass:
Raubtiere beobachten, fotografieren

Ort:
Talek-Gebiet der Masai-Mara

Verfasst am:
09.11.2007

Copyright:
http://www.bribra.de

Nur für Presse?:
JA



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01.07.2010
Von: Newsvision
Bewertung: 9 Punkte
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