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Kolumbien Teil 3
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Kolumbien Teil 3



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....Teil 3

Zu Fuß gehen wir die letzten 500m durch eine Straße wo das absolute Chaos herrscht. Aus jedem Haus dröhnt Salsamusik auf die davor sitzenden Leute. Schwarz eingestrichene Männer versperren immer wieder mit Stöcken den Weg und betteln um ein paar Pesos - ein kurzes Geplänkel und ein ausgetauschtes Lächeln und schon ist der Weg wieder frei. Es werden Maismehl, Schaumdosen, Bier, Früchte, Hüte und Essen verkauft. Bis wir nach einem kurzen Sicherheitscheck im Paradenbereich stehen. Doch da wir keinen Tribünenplatz haben, können wir nur einen Blick auf die vorbeifahrenden Tracks erhaschen auf denen einheimische Stars immer wieder Begeisterungsstürme auslösen. Neben uns tobt eine Gruppe Jugendlicher und "paniert" sich gegenseitig mit Schaum, Mehl und Wasser. Zuerst fallen nur ein paar weiße Flocken auf Tatjanas dunkles Haar und ein paar Nebelschwaden Maismehl ziehen vorbei. Doch dann kaufen auch wir uns eine Dose Schaum und die große Schlacht beginnt.
Ziel ist es, das Gesicht eines Auserwählten bis zur Unkenntlichkeit einzusprühen, ohne dabei selbst zuviel abzubekommen, was ganz gut gelingt wenn man nach einer hinterhältigen Attacke sofort hinter einer "unbewaffneten" Menge Schutz sucht und natürlich sein Umfeld gut im Auge behält. Doch so ganz gelingt es nicht: Tatjana wird in ein Gespräch mit einer Senora verwickelt, die danach sofort die Dose zückt und sie hinterhältig erwischt und völlig überrascht einschäumt. Ich versuche sie zu rächen, aber auch mit trifft es voll und ich bekomme eine große Ladung mitten ins Gesicht. Das kalte Wasser das immer wieder auf uns niederprasselt ist eine Wohltat und auch die Mehlschwaden machen gar nix aus.
Durchnässt und kichernd setzen wir uns auf dem Weg zurück an den Straßenrand und beobachten das ausgelassene Treiben. Immer wieder werden wir gefragt ob es uns gut geht. Nach der Parade steigen in der ganzen Stadt Parties und auch wir bekommen eine Einladung nur leider fährt unser Bus schon in 1 Std. zurück nach Taganga. Wir trinken noch ein Bier zusammen und blödeln viel herum, bis wir uns wehmütig verabschieden müssen.

14.2.10
Wie so oft frühstücken wir lange und reden über Gott und die Welt. Es entwickeln sich schnell kurze, freundliche und lustige Gespräche mit den vorbeigehenden Einheimischen. Vom Machismo bekommen wir wenig mit. Zwar genieße ich hier mein exotisches Aussehen, werde aber immer zuvorkommend und respektvoll behandelt. Es wird uns viel Interesse entgegen gebracht und die Existenz von Austria ist jedem bekannt, so ergibt sich meist ein reger Austausch an Informationen.



Während der Karnevalszeit haben die Kinder frei und so ist der Ort mit Urlaubern überfüllt. Auch in Taganga gibt es kleine Umzüge und Kinder laufen lärmend mit Mehlschachteln durch die Gassen. Jedes Lokal überdröhnt mit überdimensionalen Boxen die Anderen was zu einem unglaublichen musikalischen Durcheinander führt. An jedem Ort der Welt währe das nicht zu ertragen doch hier macht es einfach nur Spaß.
Am Abend sind wir wieder fit für unsere "Himmelsdisco" und lernen immer mehr Leute kennen. Vor Morgengrauen komme ich jetzt nicht mehr ins Bett denn auf dem Weg nach Hause sitzt immer noch jemand auf unserer Gemeinschafts-Terrasse um gemeinsam zu plauschen.


Ich habe jetzt ein paar Tage nachgeschrieben und weiß nicht mehr welches Datum wir haben. Wir sind noch immer in Taganga und haben unsere Aktivitäten in die Nacht verlagert.



Gestern sind wir über die mit Kakteen bestandenen trockenen Hügel gewandert und haben bei Fischern einen netten Strandtag genossen. Auch die Fischer sind gemütlich und fahren nicht am frühen Morgen hinaus aufs Meer sondern legen ihre Netze vom Strand aus, dösen dann durch den Tag und holen am Abend den Fang ein. Nach dem Abendessen: Fisch, Camarones, Huhn oder Steak mit Reis oder Pommes und frischem Fruchtsaft aus Guave, Maracuja, Ananas oder der absolute Hit Lulo, treffen wir unseren Nachbarn Ömer in der Tapas Bar und machen uns gemeinsam auf den Weg zur Party in der Villa Baru.
Diese Party wird privat organisiert, in einem israelischen Hostal mit Pool und guter Musik. Nach anfänglichen Integrationsschwierigkeiten feiern wir dann doch noch lange durch die Nacht.

16.2.
Nach einem guten Frühstück bei dem lieben Senior ohne Finger, mache ich ein paar Fotos vom Ort und gehe dann zurück an den Strand wo Tatjana und Birgit auf mich warten.



17.2.
Angenehm, windstiller Tag am Strand. Ich genieße das ruhige, glasklare, grüne Meer. Am Abend gehen wir mit Birgit (der lustigen italo-deutschen Münchnerin), Ömer, John (dem Engländer) und Max dem kolumbianischen Piloten aus Bogota ins Pachamama, dem besten Restaurante im Dorf essen. Dann wollen wir tanzen und gehen gemeinsam quer durch den Ort ins El Garage einer phantasievoll dekorierten Rastabar nur leider ist kein Mensch dort. Den Engländern ist es zu langweilig und auch wir gehen nach ein paar Aquadente ins Mirador (der Himmelsdisco). Der Wind hat wieder aufgefrischt und so scheitert der Versuch die Bartheke mit Hochprozentigem in Brand zu setzen. Ömer, der heute schon früh gegangen ist fährt morgen nach Cartagena um ein Apartment mit Pool fürs Wochenende zu mieten um dann Leute in der Disco oder wo auch immer er die finden will, eine riesen Fete steigen zu lassen.
Tatjana unterhält sich angeregt mit Birgit und ich praktiziere brav mein etwas besser gewordenes Spanisch - Max antwortet aber in Englisch, weil das er dringend üben muss.
Nach ein paar "Salsarunden" machen wir uns auf den Weg nach Hause um mit Birgit bei einem mitgebrachten Bier auf unserer Terrasse noch lustige Reisegeschichten auszutauschen.

18.2.
Der Sturm ist heute unglaublich stark und so beschließe ich ins Internetcafe zu gehen und meinen letzten Bericht abzutippen, mache noch eine Fotosafari und versuche eine Kopie von meinem Pass zu machen (was mir nach einem längeren Rundgang auch gelingt).
Tatjana wartet im Zimmer auf mich, da ihr der Stand heute zu ungemütlich ist. Der Tisch vom Nachbarzimmer fällt um, der Sturm schiebt die Sessel über unsere Terrasse und Handtücher flattern durch die Gegend. Die Sonne geht unter und zeigt uns die Zeit an um in die Dusche zu gehen und sich fürs Abendessen fertigzumachen. Tatjana hat klugerweise gleich ihre Brille aufgesetzt, aber beim Verlassen des Hostals festgestellt, dass sie 2 verschiedene Flip Flops trägt. Wir treffen uns mit Birgit vor dem Tante Emma Laden mit der hohen Verkaufstheke vor der leere Bierkisten stehen damit man daraufstehend die Bestellung aufgeben kann.



Der Strom fällt heute immer wieder aus und so sind viele Touris auf diesem Plätzchen auf der Strandpromenade um auf dem Gehsteig sitzend ein geselliges Bier zu trinken. Wir entscheiden uns wieder fürs Pachamama und wollen das zarte Filetsteak mit Pfeffersauce essen. Nur leider fällt bald darauf wieder der Strom aus, was wie immer durch ein lautes Raunen aus jeder Ecke des Dorfes begleitet wird, um das Licht wenn es wieder angeht mit Juhurufen und klatschen willkommen zu heißen. Doch diesmal bleibt es dunkel. Das freundliche, hübsche Mädchen teilt uns mit, dass der Koch weitermachen kann es aber dauern wird - und so wird das Essen eine abendfüllende Beschäftigung untermalt mit lustigen Reisegeschichten und Erzählungen unserer bunten, sympathischen Truppe. Die Taschenlampe leuchtet uns bald darauf nach Hause. Birgit kommt noch vorbei um sich zu verabschieden. Sie hat ihren Ausflug mit Max morgen verschoben und geht später zum Zahnarzt, drum will sie jetzt noch feiern gehen. Uns fällt es schwer nicht mitzukommen die Stimmung ist durch den Stromausfall heute besonders ausgelassen, aber wir wollen früh auf um in den Tairona Nationalpark zu fahren. Im Zimmer ist es durch den fehlenden Ventilator viel zu heiß und die um uns herum eingezogenen Engländer lärmen durch die Nacht.

19.2.
Unseren Rucksack haben wir in der Casa Blanka untergestellt und ein Zimmer für Sonntag vorreserviert. Nach dem Frühstück werden wir noch über die genaue Reiseroute informiert und mit einem fröhlichen "vaija bien!" von der ganzen Familie verabschiedet. Mit leichtem Gepäck fahren wir mit dem Coletivo über die steile Küstenstraße nach St. Marta um auf der Calle 11 in den Bus Richtung Tayrona NP zu steigen. Nachdem wir die Stadt verlassen haben, wird das Land schnell grüner und harmlose Regenwolken umhüllen die steilen bewaldeten Berge. Das Schulmädchen neben mir braucht ein bisschen bis sie mich anspricht, aber sie ist schießlich Kolumbianerin und so beantworten wir uns ein paar Fragen bis sie uns sagt, dass wir aussteigen müssen.

Am Nationalpark Eingang wird mein Rucksack kontrolliert und auf die Frage, ob wir Alkohol mithaben gebe ich zu, dass wir eine kleine Flasche Rum in Tatjanas knallgelben Rucksack verstecken, der dann auch gleich beschlagnahmt wird. Wir zahlen die Parkgebühr von 34.000 Pesos und bekommen ein Band ums Handgelenk. Eine Reisegesellschaft nimmt uns noch ein Stückchen mit bis wir zu Fuß weiterwandern. Eine 3/4 Stunde führt uns der schmale Pfad durch einen Wald von Palmen und mächtigen Bäumen. Von Zeit zu Zeit kommen uns Esel und Pferde entgegen die Waren und Reisende zu ihrem Bestimmungsort bringen. Der Polizist auf seinem schönen Rappen in dunkelgrüner Uniform mit gelben Kordeln auf seinen Schultern und das gelb, rot, blaue Emblem der kolumbianischen Nationalflagge auf seinem Oberarm, lauscht der Salsamusik aus seinem Radio als er entspannt vorbeitrottet.


....weiter in Teil 4



Copyright:
keine Angabe...

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NEIN



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01.05.2011
Von: Newsvision
Bewertung: 10 Punkte
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